China Wirtschaftsmacht:
China ist unbestritten die Wirtschaftsmacht des 21. Jahrhunderts. Nach dem Ende der Mao Ära begann in den siebziger Jahren die Öffnung Chinas zur übrigen Welt. Die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen, die Zulassung von ausländischen Investitionen und Privateigentum brachten eine bemerkenswerte Wirtschaftsentwicklung in Gang.
Seitdem überrascht die chinesische Wirtschaft Jahr für Jahr mit Recordwachstumszahlen. 2007 verdrängte China die Bundesrepublik Deutschland vom Platz 3 der größten Volkswirtschaften der Erde. Seit diesem Jahr ist China dabei, sich Platz 2 zu sichern. Unangefochtener Exportweltmeister ist China schon jetzt, selbst die Weltwirtschaftskrise hat es mehr oder weniger unbeschadet überstanden. So ist es für viele Experten keine Frage mehr ob, sondern wann China die Spitzenposition unter den Industrieländern einnimmt.
Chinas wirtschaftliche Entwicklung:
Nach dem Tod von Mao Zedong übernahm Deng Xiaoping die Führung der kommunistischen Partei Chinas und leitete mit großem Geschick wichtige Reformen ein, die China letztendlich einen Spitzenplatz unter den Volkswirtschaften der Welt einbrachten. Den Anfang machten die landwirtschaftlichen Zwangskommunen, die es vorher überall in China gab. Diese wurden aufgelöst und es wurde den Bauern wieder gestattet, ihre Überschüsse frei zu verkaufen. Gleichzeitig wurden sogenannte Sonderwirtschaftszonen eingerichtet, in denen liberalere wirtschaftliche Gesetze galten als im übrigen Land.
Dies betraf hauptsächlich Städte in Küstenregionen. Ausländische Investoren, von den politischen Veränderungen angelockt, ließen nicht lange auf sich warten. Die chinesische Regierung verpflichtete diese Investoren, mit chinesischen Firmen zusammenzuarbeiten, und ermöglichte dadurch diesen Firmen durch erlerntes “Know-how” bald auf eigenen Füßen zu stehen. Dadurch hat China sich, im Gegensatz zu anderen Ländern, nicht von den Investoren abhängig gemacht, sondern das Wissen und das Kapital dieser für Chinas wirtschaftliche Entwicklung genutzt.
China Weltwirtschaftskrise:
Im Jahre 2009 bekam auch China die Weltwirtschaftskrise erheblich zu spüren. Die Exportzahlen gingen dramatisch zurück und viele Arbeiter verloren ihren Job. Doch schneller, als viele westliche Industrienationen, erholte sich das Reich der Mitte davon und erzielt heute wieder satte Zuwachsraten. Die China Wirtschaftskrise scheint überwunden zu sein.
Dies ist nicht zuletzt auch durch umfangreiche Konjunkturprogramme der Regierung zustande gekommen, die das Vertrauen ausländischer Investoren in die chinesische Wirtschaft festigten. Heute sehen viele westliche Industrieländer in Chinas Stärke einen Motor, der die Weltwirtschaft in Gang bringt.