Deutsche Heilpraktiker wenden chinesische Methoden an

Es ist ja bekannt, dass Heilpraktiker eine gute Alternative zu den Ärzten mit ihrer Schulmedizin sind. Sie finden in der Bevölkerung immer mehr Zuspruch, da viele Bürger gute Erfahrungen mit ihnen und ihren Behandlungsmethoden gemacht haben.

Dies bezieht sich auf alle Bereiche, sei es auf diejenigen, die eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie absolviert haben oder solche, die sich auf alternative Heilmethoden in der Medizin beziehen.

Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass viele Heilpraktiker Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) anwenden, wie etwa Akupunktur. Unter der TCM versteht man die Heilkunde, die sich seit mehr als 2000 Jahren in China entwickelt hat. Mittlerweile wird die Akupunktur weltweit praktiziert. Vielleicht haben Sie schon einmal von den fünf Säulen der chinesischen Medizin gehört? Im Folgenden soll dies genauer erklärt werden.

Die Bestandteile, die die TCM ausmachen, sind die Akupunktur, die Arzneitherapie, die Moxibustion (damit ist die Erwärmung der Akupunkturpunkte gemeint) sowie die Massagetechniken und die Bewegungsübungen (z.B. Qigong). Diese Verfahren, die mit einer Diätetik, die sich am Wirkprofil der verabreichten Arzneien orientiert, komplettiert werden, nennt man auch die “fünf Säulen” der TCM. Es ist anzumerken, dass die chinesische Medizin als die traditionelle Medizin gilt, die am weitesten verbreitet ist. Sie gilt auch als ein alternatives Verfahren.

Doch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Methoden von wissenschaftlicher Seite umstritten sind. Dies liegt daran, dass einige Annahmen der TCM den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen. Es wird sogar behauptet, dass es sich bei einigen empirisch belegten Wirkungen der Heilmethoden um Placeboeffekte handelt. Doch wie kann es dann sein, dass so viele Patienten auf diese Methoden schwören und Heilpraktiker aufsuchen, die sie damit behandeln?

Zweifel hin oder her: Das Gute in Deutschland ist ja, dass man selbst entscheiden kann, wo man sich behandeln lässt, also ob man zum Arzt oder zum Heilpraktiker geht. Dies ist nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei seelischen Schäden der Fall. So können Sie entweder ganz herkömmlich zum Psychotherapeuten gehen oder eine Fachkraft mit der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie aufsuchen.

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